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🏳️ OrganisationenZeichen nach Organisation und die Farben
Taktische Zeichen werden von vielen Organisationen genutzt. Damit auf einen Blick klar ist, wer wo wirkt, spielt neben der Form auch die Farbe eine wichtige Rolle.
Die Stärke der taktischen Zeichen liegt darin, dass sie eine gemeinsame Sprache bilden. Über die einheitliche Grundlogik hinaus zeigen Farben und Zusätze, zu welcher Organisation eine Kraft gehört. Bei einer Lage mit vielen beteiligten Stellen ist das eine große Hilfe für die Führung.
Diese Organisationen sind dabei
Der Katalog deckt Zeichen aus einem breiten Feld der Gefahrenabwehr ab. Dazu gehören unter anderem:
- Feuerwehr
- Rettungsdienst und private Rettungsdienste
- Technisches Hilfswerk
- Deutsches Rotes Kreuz und Bayerisches Rotes Kreuz
- Arbeiter-Samariter-Bund
- Johanniter-Unfall-Hilfe
- Malteser Hilfsdienst
- Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft und Wasserwacht
- Polizei und Bundeswehr
- Rettungshundeorganisationen
Was die Farben bedeuten
Die Farbe ordnet ein Zeichen einem Aufgabenfeld oder einer Organisation zu. Eine gängige Zuordnung im Bevölkerungsschutz sieht so aus:
- Rot: Feuerwehr und die Aufgabe der Brandbekämpfung.
- Blau: Technisches Hilfswerk und technische Aufgaben.
- Grün: Polizei.
- Weiß: Hilfsorganisationen im Sanitäts- und Betreuungsdienst.
- Gelb: Führungseinrichtungen.
- Orange: sonstige Einrichtungen.
Wichtig ist, dass die Farbe je nach Zusammenhang eine etwas andere Rolle spielen kann. Mal steht sie für die Organisation, mal für die Fachaufgabe. Die genaue Festlegung ergibt sich aus den Empfehlungen für den Bevölkerungsschutz.




Was die Organisationen unterscheidet
Alle nutzen dieselbe Grundlogik, setzen aber eigene Schwerpunkte. Das zeigt sich in der Farbe und in den Fachsymbolen, teils auch in eigenen Regelwerken.
- Feuerwehr: Schwerpunkt Brandbekämpfung und technische Hilfe. Sie nutzt die Zeichen im Sinne einer FwDV 102.
- Technisches Hilfswerk: Schwerpunkt technische Hilfe im Bevölkerungsschutz. Das THW regelt seine Zeichen in einer eigenen Dienstvorschrift und stimmt sie mit den übrigen Organisationen ab.
- Hilfsorganisationen: Deutsches Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst, DLRG und weitere decken den Sanitäts- und Betreuungsdienst ab, jeweils mit einer organisationseigenen DV 102.
- Polizei: Ein eigener Bereich mit der Polizeidienstvorschrift 102, getrennt vom nicht polizeilichen Bevölkerungsschutz.
- Bundeswehr: Sie nutzt ein eigenes System militärischer Zeichen. Eine Angleichung an den Bevölkerungsschutz wird derzeit geprüft.
Trotz dieser Unterschiede bleibt die Verständigung möglich, weil die Grundformen und die Systematik überall gleich sind. Wie sich die einzelnen Regelwerke entwickelt haben, steht im Beitrag Geschichte der taktischen Zeichen.
Ein System für die Zusammenarbeit
Gerade bei einer großen Lage arbeiten viele Organisationen zusammen. Weil alle dieselbe Grundlogik und ein abgestimmtes Farbschema nutzen, verstehen sich die Kräfte auch über ihre Grenzen hinweg. Genau darauf zielt die laufende Vereinheitlichung ab, die im Beitrag Rechtsgrundlage und Ausblick beschrieben ist.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK): Taktische Zeichen im Bevölkerungsschutz, bbk.bund.de
- Wikipedia: Taktische Zeichen, de.wikipedia.org/wiki/Taktische_Zeichen