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Zeichen › Einheiten der Wasserrettung

🌊 Einheiten

Einheiten der Wasserrettung als taktische Zeichen

Wasserrettung ist in Fähigkeiten gegliedert, die sich nicht gegenseitig ersetzen. Ein Bootstrupp kann nicht tauchen, eine Tauchergruppe nicht in der Strömung arbeiten, und genau das unterscheiden die Zeichen.

DLRG und Wasserwacht stellen die Wasserrettung im Katastrophenschutz. Bei Hochwasser, bei Unglücken an Gewässern und bei der Absicherung von Veranstaltungen am Wasser sind ihre Einheiten im Einsatz.

Die Gliederung folgt den Fähigkeiten, und diese Fähigkeiten sind an Ausbildung und Ausrüstung gebunden. Das ist der wesentliche Unterschied zur Landrettung, wo Kräfte flexibler eingesetzt werden können. Im Wasser entscheidet die Qualifikation darüber, was erlaubt ist.

Für die Lagekarte folgt daraus eine klare Anforderung. Es genügt nicht einzutragen, dass Wasserrettung vor Ort ist. Die Ausprägung muss erkennbar sein, sonst wird eine Aufgabe an eine Einheit vergeben, die sie nicht übernehmen darf.

Wasserrettung nach Größe 4

Die Größenstaffelung folgt der allgemeinen Systematik. Der Wasserrettungszug ist die Einheit, die bei größeren Lagen als Ganzes verlegt wird und mehrere Gruppen mit unterschiedlichen Fähigkeiten umfasst.

Die Schnelleinsatzgruppe Wasserrettung ist für den schnellen Zugriff gedacht. Sie wird bei einer Meldung über eine Person im Wasser alarmiert und ist innerhalb kurzer Zeit am Ufer.

Taktisches Zeichen Trupp, Wasserrettung
Trupp, Wasserrettung
Taktisches Zeichen Gruppe, Wasserrettung
Gruppe, Wasserrettung
Taktisches Zeichen Zug, Wasserrettung
Zug, Wasserrettung
Taktisches Zeichen SEG Wasserrettung
SEG Wasserrettung

Strömungsrettung 2

Die Strömungsrettung ist die Fähigkeit, die bei Hochwasser den Ausschlag gibt. Sie arbeitet in fließendem Wasser, wo normale Rettungsschwimmer nicht eingesetzt werden dürfen, weil Strömung, Treibgut und Hindernisse unter der Oberfläche lebensgefährlich sind.

Die Unterscheidung zwischen Trupp und Gruppe ist hier sicherheitsrelevant und keine Formsache. Ein Einsatz in der Strömung verlangt Sicherungsposten am Ufer und stromabwärts, die einen abgetriebenen Retter auffangen können. Ein einzelner Trupp kann diese Sicherung nicht selbst stellen.

Wer auf der Lagekarte einen Strömungsrettungstrupp einträgt, sollte deshalb prüfen, wer die Sicherung übernimmt. Fehlt sie, darf der Einsatz nicht beginnen.

Taktisches Zeichen Strömungsrettungstrupp
Strömungsrettungstrupp
Taktisches Zeichen Strömungsrettungsgruppe
Strömungsrettungsgruppe

Boote und Tauchen 4

Bootstrupps und Bootsgruppen bewegen sich auf dem Wasser, retten Personen aus Booten heraus und transportieren Kräfte und Material. Bei Hochwasser übernehmen sie die Versorgung abgeschnittener Bereiche.

Taucher arbeiten unter Wasser. Auch hier gilt eine harte Sicherheitsregel: Ein Taucher arbeitet nie allein. Neben dem Einsatztaucher braucht es einen Sicherungstaucher und einen Signalmann an der Leine. Ein Trupp Taucher ist deshalb die kleinste zulässige Einheit.

Für die Führung ist die Unterscheidung zwischen Rettung und Suche wesentlich. Bei einer Rettung zählt jede Sekunde, bei einer Suche nach längerer Zeit steht die Sicherheit der Taucher im Vordergrund. Diese Entscheidung trifft der Taucheinsatzführer, und sie gehört auf der Karte dokumentiert.

Taktisches Zeichen Trupp, Boot
Trupp, Boot
Taktisches Zeichen Gruppe, Boot
Gruppe, Boot
Taktisches Zeichen Trupp, Taucher
Trupp, Taucher
Taktisches Zeichen Gruppe, Taucher
Gruppe, Taucher

Rettung aus der Luft, Drohnen und Rettungshunde 5

Die hubschraubergestützte Rettung verbindet Wasserrettung und Luftfahrzeug. Retter werden aus dem Hubschrauber abgesetzt oder Personen aus dem Wasser aufgenommen. Das verlangt eine eigene Ausbildung und enge Abstimmung mit der Besatzung.

Drohneneinheiten sind der jüngste Zugang. Über einem Gewässer verschaffen sie einen Überblick, der vom Ufer aus nicht zu bekommen ist. Bei der Suche nach einer vermissten Person lässt sich damit eine große Fläche schnell absuchen, und Wärmebildtechnik findet Personen auch bei schlechter Sicht.

Rettungshundetrupps ergänzen die Suche an Land und am Ufer. Bei Vermisstenfällen an Gewässern ist die Kombination aus Hund am Ufer, Drohne in der Luft und Taucher im Wasser das Vorgehen, das die größte Trefferwahrscheinlichkeit hat.

Taktisches Zeichen Trupp, Hubschraubergestützte Rettung
Trupp, Hubschraubergestützte Rettung
Taktisches Zeichen Gruppe, Hubschraubergestützte Rettung
Gruppe, Hubschraubergestützte Rettung
Taktisches Zeichen Drohnentrupp
Drohnentrupp
Taktisches Zeichen Drohnengruppe/SEG-Drohne
Drohnengruppe/SEG-Drohne
Taktisches Zeichen Trupp, Rettungshunde
Trupp, Rettungshunde

Umweltgefahren 3

Diese Einheiten bekämpfen Verunreinigungen im und am Wasser. Auslaufendes Öl nach einem Unfall, ausgetretene Chemikalien und Schadstoffe nach Hochwasser gehören zu ihrem Aufgabenbereich.

Die Arbeit beginnt mit dem Eingrenzen. Eine Ölsperre wird quer zur Fließrichtung gelegt, und ihre Position entscheidet über den Erfolg der gesamten Maßnahme. Auf der Lagekarte gehört deshalb neben der Einheit auch die Lage der Sperre eingezeichnet.

Taktisches Zeichen Trupp, Umweltgefahren
Trupp, Umweltgefahren
Taktisches Zeichen Gruppe, Umweltgefahren
Gruppe, Umweltgefahren
Taktisches Zeichen Zug, Umweltgefahren
Zug, Umweltgefahren

Betreuung und Verpflegung 8

Auch die Wasserrettungsorganisationen stellen Betreuungseinheiten. Nach einer Evakuierung bei Hochwasser sind das oft die ersten Kräfte, die sich um unverletzte Betroffene kümmern.

Die Betreuungsstufen unterscheiden sich im Umfang der Leistung. Die erste Stufe deckt die Aufnahme und die unmittelbare Versorgung ab, die zweite eine längere Unterbringung mit Verpflegung und sozialer Betreuung. Wer die richtige Stufe anfordert, bekommt die passende Ausstattung.

Taktisches Zeichen Gruppe, Betreuung
Gruppe, Betreuung
Taktisches Zeichen Trupp, Betreuung
Trupp, Betreuung
Taktisches Zeichen Gruppe, Betreuung sozial 1
Gruppe, Betreuung sozial 1
Taktisches Zeichen Gruppe, Betreuung sozial 2
Gruppe, Betreuung sozial 2
Taktisches Zeichen Gruppe, Betreuung Unterkunft
Gruppe, Betreuung Unterkunft
Taktisches Zeichen Gruppe, Betreuung Verpflegung
Gruppe, Betreuung Verpflegung
Taktisches Zeichen Gruppe, Verpflegung
Gruppe, Verpflegung
Taktisches Zeichen Trupp, Verpflegung
Trupp, Verpflegung

Führung, Technik und Sanitätsdienst 8

Führungsgruppe und Führungsstaffel unterstützen die Einsatzleitung. Bei einer Lage mit mehreren Einsatzstellen entlang eines Gewässers ist das eine eigene Aufgabe, weil die Abschnitte weit auseinanderliegen können.

Die Technik- und Logistikeinheiten halten Boote, Motoren und Ausrüstung im Betrieb. Bei mehrtägigen Hochwasserlagen ist der Verschleiß erheblich, und eine Reparatur vor Ort spart den Weg zurück zur Wache.

Die Sanitätsgruppe versorgt gerettete Personen und Einsatzkräfte. Aus dem Wasser gerettete Menschen sind regelmäßig unterkühlt, was eine eigene Behandlung verlangt.

Taktisches Zeichen Führungsgruppe
Führungsgruppe
Taktisches Zeichen Führungsstaffel
Führungsstaffel
Taktisches Zeichen Trupp, Führung
Trupp, Führung
Taktisches Zeichen Fachgruppe Technik
Fachgruppe Technik
Taktisches Zeichen Fachtrupp Technik
Fachtrupp Technik
Taktisches Zeichen Fachtrupp Logistik
Fachtrupp Logistik
Taktisches Zeichen Gruppe, T&S
Gruppe, T&S
Taktisches Zeichen Gruppe, San.
Gruppe, San.

Was zu einer Wasserlage auf die Karte gehört

Eine Lagekarte am Wasser braucht drei Angaben, die an Land nicht vorkommen. Die Fließrichtung, weil sie bestimmt, wohin Personen und Treibgut abgetrieben werden. Die Slipstellen, an denen Boote zu Wasser gelassen werden. Und die Uferabschnitte, die jeweils abgesucht wurden.

Ohne die Fließrichtung lässt sich der wahrscheinliche Suchbereich nicht bestimmen. Ohne eingezeichnete Slipstellen wird bei jedem weiteren Boot neu gesucht. Beide Angaben kosten beim Eintragen Sekunden und sparen später erhebliche Zeit.

Die Boote selbst stehen bei den Booten und Wasserfahrzeugen.

Ein Einsatz, in dem diese Zeichen den Unterschied machen

Wasserrettung ist in Fähigkeiten gegliedert, die sich nicht gegenseitig ersetzen. Was das praktisch bedeutet, zeigt eine Lage, die in jedem Sommer irgendwo stattfindet.

Meldung. Badeunfall an einem Baggersee, eine Person untergegangen, Sichtkontakt verloren. Zeugen geben eine ungefähre Stelle an.

Erste Phase — Suche an der Oberfläche. Rettungsschwimmer und ein Bootstrupp suchen die angegebene Stelle und den Uferbereich ab. Auf der Karte wird der abgesuchte Bereich markiert, nicht nur die Suchstelle. Das ist der Unterschied zwischen „wir suchen dort" und „dort ist nichts".

Zweite Phase — Tauchereinsatz. Ohne Sichtkontakt übernehmen Einsatztaucher. Sie brauchen einen eigenen Einstiegspunkt, eine Signalleine und eine Absicherung an Land. Tauchen ist zeitlich streng begrenzt, also gehört an das Zeichen die Einsatzzeit. Zwei Taucher bedeuten nicht doppelte Suchzeit, sondern einen Taucher im Wasser und einen als Sicherung.

Was nicht geht. Der Bootstrupp kann nicht tauchen. Die Taucher können ohne Boot den Suchbereich nicht erreichen. Die Strömungsretter, die eine Stunde entfernt stationiert sind, werden hier gar nicht gebraucht — an einem stehenden Gewässer ist ihre Fähigkeit ohne Wert.

Genau deshalb sind die Einheitenzeichen der Wasserrettung feiner unterteilt als in anderen Bereichen. Wer „Wasserrettung" pauschal anfordert, bekommt möglicherweise die Fähigkeit, die er nicht braucht. Auf der Lagekarte muss ablesbar sein, welche der drei Grundfähigkeiten — Oberflächenrettung, Bootsbetrieb, Tauchen — an welcher Stelle verfügbar ist.

Ein Hinweis zur Suchtaktik: Sobald das rettungsdienstlich sinnvolle Zeitfenster verstrichen ist, wechselt der Einsatz von Rettung zu Bergung. Diese Entscheidung trifft die Einsatzleitung, und sie gehört mit Uhrzeit auf die Karte — sie ändert das zulässige Risiko für die eingesetzten Taucher grundlegend.

Hinweis: Die abgebildeten Zeichen wurden eigens für dieses Projekt gezeichnet. Für offizielle Lagekarten gilt die gültige Fassung der eigenen Organisation.