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Wissen › Lagekarte

🗺️ Lagekarte

Eine Lagekarte führen

Die Lagekarte ist das zentrale Werkzeug der Führung. Auf ihr entsteht mit taktischen Zeichen ein laufendes Bild des Einsatzes. Hier erfährst du, wozu sie dient und wie du sie sauber führst.

Bei einem kleinen Einsatz behält eine Führungskraft die Lage im Kopf. Sobald mehrere Einheiten und Abschnitte im Spiel sind, reicht das nicht mehr. Dann braucht es eine Darstellung, die alle Beteiligten verstehen. Genau das leistet die Lagekarte. Sie hält fest, welche Kräfte wo im Einsatz sind, welche Einrichtungen bestehen und welche Gefahren drohen.

Die Lagekarte im Führungsvorgang

Führung läuft in einem immer wiederkehrenden Kreislauf ab. Die Lage wird festgestellt, dann geplant und schließlich in Befehlen umgesetzt. Die Lagekarte begleitet diesen Kreislauf. Beim Feststellen der Lage werden Meldungen eingetragen, bei der Planung dienen die Einträge als Grundlage für Entscheidungen, und nach dem Befehl zeigt die Karte den neuen Stand. So bleibt die Führung jederzeit handlungsfähig.

Aufbau mit taktischen Zeichen

Die Lagekarte lebt von den taktischen Zeichen. Jedes Element steht für eine Einheit, ein Fahrzeug, eine Einrichtung oder eine Gefahr. Erst das Zusammenspiel ergibt das Lagebild. Ein paar typische Bausteine sind hier zu sehen.

Taktisches Zeichen Einsatzleiter
Einsatzleitung
Taktisches Zeichen Bereitstellungsraum
Bereitstellungsraum
Taktisches Zeichen Löschfahrzeug
Fahrzeug
Taktisches Zeichen Gefahr
Gefahr

Tipps für eine saubere Lagekarte

Analog oder digital

Klassisch entsteht die Lagekarte auf einer Folie über einer Papierkarte. Das ist robust und braucht keinen Strom. Digitale Lösungen bieten dafür andere Vorteile. Sie lassen sich leicht ändern, mehreren Stellen gleichzeitig zeigen und mit aktuellen Kartendaten oder Positionen verbinden.

Digitale Lageführung mit Mobile-Lagekarte

Wenn du die Lageführung digital angehen möchtest, bietet sich mit Mobile-Lagekarte eine passende Online-Lösung an. Sie läuft plattformübergreifend unter Windows, macOS, Android und Linux, ergänzt um Apps für Tablet und Smartphone sowie eine Anbindung für GPS-Positionen. Die folgenden Beispiele zeigen, wie eine digitale Lagekarte in der Praxis aussieht.

Lagekarte in Mobile-Lagekarte mit taktischen Zeichen auf einer Straßenkarte
Die Lagekarte im Überblick: Die taktischen Zeichen liegen direkt auf der Straßenkarte. Im Beispiel ein Bombenfund mit einem eingezeichneten Sicherheitsbereich von 150 Metern, dazu Einheiten, Fahrzeuge und die Einsatzleitung.

Auf der Karte erkennst du auf einen Blick, welche Kräfte im Einsatz sind und wo die Gefahr liegt. Jedes Zeichen sitzt an seiner echten Position, Bereiche und Radien lassen sich einzeichnen. So entsteht dasselbe Lagebild wie auf der klassischen Folienkarte, nur jederzeit änderbar und für mehrere Stellen gleichzeitig sichtbar.

Taktische Zeichen setzen und Flächen einzeichnen in Mobile-Lagekarte
Zeichen setzen und Flächen markieren: Einheiten, Fahrzeuge und Gefahren werden über eine Werkzeugleiste platziert, dazu lassen sich Abschnitte als Flächen, Linien und Hinweise einzeichnen.

Die taktischen Zeichen kommen per Auswahl auf die Karte. Ergänzend kannst du Einsatzabschnitte als Flächen markieren, Linien ziehen und Beschriftungen setzen. Genau hier zahlt sich das Wissen aus dem Trainer aus, denn wer die Zeichen sicher kennt, baut die Lage schnell und richtig auf.

Lagemeldungen und Einsatztagebuch in Mobile-Lagekarte
Lagemeldungen mit Zeitstempel: Ereignisse werden fortlaufend dokumentiert, vom Eintreffen der ersten Kräfte an, und lassen sich als PDF oder als Pressemeldung ausgeben.

Neben der Karte führt Mobile-Lagekarte ein Einsatztagebuch. Jede Meldung wird mit Uhrzeit festgehalten, von der Alarmierung über das Eintreffen der Kräfte bis zu wichtigen Entscheidungen. Das schafft eine nachvollziehbare Dokumentation, die sich bei Bedarf als Bericht ausgeben lässt. So wird aus dem Wissen über die Zeichen eine gelebte Lageführung.

Erst die Zeichen, dann die Karte: Eine gute Lagekarte gelingt nur, wenn die taktischen Zeichen sitzen. Übe sie im Trainer und frisch dein Wissen im Wissensbereich auf.