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📅 Zeichen der Woche · KW 39 / 2026

Zeichen der Woche: Löschgruppenfahrzeug LF 20

Jede Woche steht ein taktisches Zeichen im Mittelpunkt. Dieses Mal geht es um das Löschgruppenfahrzeug LF 20. Das Fahrzeug gehört zu den wichtigsten Einheiten der Feuerwehr und taucht auf Lagekarten entsprechend häufig auf.

Von Matthias Korte · Aktualisiert am 25. September 2026

Taktisches Zeichen für ein Löschgruppenfahrzeug LF 20 der Feuerwehr

LF 20

Das Zeichen steht für ein Löschgruppenfahrzeug LF 20. Auf einer taktischen Lagekarte zeigt es an, dass dieses Feuerwehrfahrzeug eingesetzt, bereitgestellt oder einem Einsatzabschnitt zugeordnet ist.

Organisation Feuerwehr
Kategorie Löschfahrzeuge
Kurzbezeichnung LF 20
Lernniveau Grundlagen

Was bedeutet das taktische Zeichen LF 20?

Das LF 20 ist ein Löschgruppenfahrzeug und gehört zu den klassischen Einsatzfahrzeugen einer Feuerwehr. Es transportiert eine Löschgruppe und umfangreiche Ausrüstung für die Brandbekämpfung. Dazu kommen Geräte für verschiedene weitere Standardaufgaben im Feuerwehreinsatz.

Auf einer Lagekarte genügt das taktische Zeichen, damit eine Einsatzleitung schnell erkennt, welches Fahrzeug an einer bestimmten Stelle eingesetzt ist. Das ist besonders bei größeren Einsatzlagen wichtig, wenn viele Fahrzeuge und Einheiten gleichzeitig geführt werden müssen.

Woran erkennst du das LF 20?

Entscheidend ist die Kombination aus Fahrzeuggrundform, Organisationsfarbe und Fahrzeugbezeichnung. Das Kürzel LF steht für Löschgruppenfahrzeug.

Die Zahl 20 ist keine laufende Nummer, sondern eine Leistungsangabe: Sie nennt die Pumpenleistung in hundert Litern pro Minute. Ein LF 20 hat also eine Feuerlöschkreiselpumpe, die rund 2.000 Liter pro Minute fördert. Beim LF 10 sind es entsprechend 1.000 Liter. Wer das einmal weiß, liest jede Zahl an einem Löschgruppenfahrzeug richtig, auch bei Typen, die einem noch nie begegnet sind.

Wer taktische Zeichen sicher lesen möchte, sollte nicht nur das fertige Bild auswendig lernen. Sinnvoller ist es, die einzelnen Bestandteile zu erkennen. Dadurch lassen sich später auch unbekannte oder ähnliche Zeichen leichter einordnen.

Merksatz: Erst die Grundform erkennen, dann Organisation und Zusatzkennzeichnung lesen. So wird aus einem scheinbar komplizierten Symbol ein verständlicher Baukasten.

Was hinter dem Zeichen steckt

Ein taktisches Zeichen ist auf der Karte eine Abkürzung für eine Fähigkeit. Beim LF 20 stehen dahinter im Wesentlichen drei Werte, alle nach Norm:

  • Besatzung: eine Gruppe, also neun Kräfte in der Schreibweise 1/8/9 — ein Gruppenführer und acht weitere Einsatzkräfte. Damit kann das Fahrzeug einen Löschangriff eigenständig aufbauen.
  • Löschwasser: rund 2.000 Liter im eingebauten Tank.
  • Pumpenleistung: etwa 2.000 Liter pro Minute — die Zahl im Namen.

Diese drei Werte zusammen erklären, warum das LF 20 auf so vielen Lagekarten steht: Es bringt Mannschaft, Wasser und Fördertechnik in einem Fahrzeug. Ein Tanklöschfahrzeug bringt mehr Wasser, aber nur einen Trupp. Ein Rüstwagen bringt Gerät, aber keine Löschgruppe.

Die Rechnung, die im Einsatz zählt: 2.000 Liter klingen nach viel. Entscheidend ist aber, welches Strahlrohr eingesetzt wird.
  • CM-Mehrzweckstrahlrohr: mit Mundstück rund 100 l/min, ohne Mundstück rund 200 l/min. Der Tank reicht damit für etwa zehn bis zwanzig Minuten.
  • C-Hohlstrahlrohr: heute der Regelfall, typisch in Stufen wie 60, 130 und 235 l/min einstellbar. Bei voller Stufe ist der Tank nach gut acht Minuten leer.
  • Strahlrohre höherer Baukategorie erreichen 300 bis 400 l/min. Dann bleiben rund fünf Minuten.
Daraus folgt für die Lagekarte: Der Tank ist die Überbrückung, nicht die Wasserversorgung — und je moderner das Strahlrohr, desto kürzer diese Überbrückung. Deshalb gehört auf jede Lagekarte mit einem Löschfahrzeug auch die Wasserentnahmestelle. Wer nur das Fahrzeug einzeichnet und nicht den Hydranten, hat die halbe Information.

Die genannten Werte sind Normwerte. Länder und Kommunen beschaffen mit Abweichungen, und ältere Fahrzeuge folgen früheren Normgenerationen. Für das Lesen der Lagekarte ist das unerheblich, für die Einsatzplanung nicht.

Wo wird das Zeichen in der Praxis verwendet?

Ein LF 20 kann beispielsweise bei einem Gebäudebrand einem Einsatzabschnitt zugeordnet sein. Auf der Lagekarte wird das Fahrzeug dort eingezeichnet, wo es tatsächlich eingesetzt oder bereitgestellt ist.

Bei größeren Lagen können mehrere Löschfahrzeuge gleichzeitig dargestellt werden. Die Einsatzleitung sieht dadurch auf einen Blick, welche Kräfte an welcher Stelle gebunden sind und welche Fahrzeuge noch für weitere Aufgaben zur Verfügung stehen.

LF 20 und HLF 20 nicht verwechseln

Besonders ähnlich sind sich LF 20 und HLF 20. Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug besitzt zusätzlich eine umfangreichere Ausstattung für die technische Hilfeleistung. Deshalb sollte bei einer Lagekarte immer auf die genaue Fahrzeugbezeichnung geachtet werden.

Solche ähnlichen Zeichen sind beim Lernen besonders sinnvoll. Wenn du zwei Varianten direkt miteinander vergleichst, prägt sich der Unterschied meist besser ein als beim isolierten Lernen.

Der Unterschied ist übrigens nicht kosmetisch. Das H steht für hydraulisches Rettungsgerät, also Schere, Spreizer und Stabilisierungsmaterial. Ein LF ohne H kann eine eingeklemmte Person nicht selbstständig befreien — auf der Lagekarte entscheidet dieser eine Buchstabe darüber, ob bei einem Verkehrsunfall noch ein Rüstwagen nachgefordert werden muss.

LF 10, LF 20 oder Tanklöschfahrzeug?

Neben dem HLF gibt es zwei weitere Nachbarn, die auf Lagekarten regelmäßig nebeneinander stehen. Der Vergleich lohnt sich, weil er die Systematik sichtbar macht.

  • LF 10 — dieselbe Gruppe als Besatzung, aber kleinere Pumpe und weniger Tankinhalt. Das Arbeitspferd vieler Freiwilliger Feuerwehren.
  • LF 20 — Gruppe, größere Pumpenleistung, etwa 2.000 Liter Wasser. Der Standard für den Löschangriff.
  • TLF 3000 — nur ein Trupp als Besatzung, dafür deutlich mehr Wasser. Es bringt Wasser dorthin, wo es keine Entnahmestelle gibt.

Daraus folgt eine Leseregel für die Lagekarte: Ein LF bringt Mannschaft und Wasser und kann selbstständig arbeiten. Ein TLF bringt vor allem Wasser und drei Kräfte; es kann einen Angriff speisen, aber nicht allein führen. Wer auf der Karte drei Tanklöschfahrzeuge und kein Löschgruppenfahrzeug stehen hat, verfügt über viel Wasser und zu wenig Personal.

Ältere Bezeichnungen, die dir begegnen

Auf älteren Lagekarten, in Ausbildungsunterlagen und an vielen Gerätehäusern stehen Bezeichnungen aus früheren Normgenerationen. Sie sind nicht falsch, viele dieser Fahrzeuge fahren noch — sie folgen nur einer anderen Zählweise.

Das bekannteste Beispiel ist das LF 16/12. Hier nennt die erste Zahl die Pumpenleistung und die zweite den Wasservorrat, also rund 1.600 Liter pro Minute bei 1.200 Litern im Tank. In der heutigen Bezeichnung steht beim LF nur noch eine Zahl, und die meint die Pumpe.

Wer eine Karte mit solchen Bezeichnungen liest, sollte diese Umstellung kennen. Sie ist auch ein brauchbarer Hinweis auf das Alter einer Unterlage: Ein Übersichtsblatt, das ausschließlich LF 16/12 und TLF 16/25 kennt, ist älter als die heutige Normreihe.

Kleine Übung zum Zeichen der Woche

Auf einer Lagekarte stehen ein LF 20, eine Drehleiter und ein ELW 1 vor einem brennenden Wohngebäude. Welches dieser Fahrzeuge stellt typischerweise die Mannschaft und umfangreiche Ausrüstung für den Löschangriff bereit?

Antwort anzeigen

Das LF 20. Das Löschgruppenfahrzeug transportiert eine Löschgruppe und die für die Brandbekämpfung benötigte Standardausrüstung.

So lernst du das Zeichen dauerhaft

Schau dir das Zeichen zunächst einige Sekunden ohne Bezeichnung an. Versuche anschließend, Fahrzeugtyp und Organisation selbst zu bestimmen. Erst danach kontrollierst du die Lösung. Genau dieser kurze Abruf aus dem Gedächtnis sorgt dafür, dass sich das Zeichen besser einprägt.

Danach lohnt sich ein Blick auf ähnliche Fahrzeuge. Vergleiche das LF 20 beispielsweise mit einem HLF 20 oder einem TLF. Dadurch lernst du nicht nur ein einzelnes Symbol, sondern verstehst die dahinterliegende Systematik.

Warum ein Zeichen pro Woche?

Der vollständige Katalog umfasst mehrere hundert taktische Zeichen. Für den Einstieg ist es deshalb sinnvoller, regelmäßig kleine Einheiten zu lernen. Ein Zeichen pro Woche schafft eine feste Routine und lässt sich auch neben Beruf, Ausbildung und Einsatzdienst gut durchhalten.

Nach einigen Monaten entsteht so ein solides Grundwissen. Wichtiger als die reine Anzahl ist dabei, dass du die Zeichen wirklich wiedererkennst und auf einer Lagekarte richtig einordnen kannst.

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