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📄 Zum MitnehmenTHW-Spickzettel: taktische Zeichen zum Ausdrucken
66 taktische Zeichen des Technischen Hilfswerks auf zwei A4-Seiten, auf dem Stand der heutigen Gliederung mit Fachzug Führung und Kommunikation, Fachzug Logistik und den aktuellen Fachgruppen. Gedacht für die Fahrzeugmappe, den Ausbildungsdienst und den Zugtrupp.
Gliederungsstufen Punkte stehen immer oberhalb. Die Anordnung entscheidet, nicht nur die Anzahl.
Trupp · 1 Punkt
Gruppe · 2 nebeneinander
Zug · 3 Punkte
Zugtrupp · führt den TZDer Technische Zug Zugtrupp plus Bergungsgruppe plus mindestens eine Fachgruppe.
Bergungstrupp
Fachgruppe allgemein
TZ mit Fachgruppe
EinsatznachsorgeFachzug Führung und Kommunikation Seit der Neuordnung Führungsunterstützung und Kommunikation unter einem Zugtrupp.
Einsatzleiter
ELW
FüKomKW
Anh. Führung/LageFachzug Logistik Die frühere Fachgruppe Logistik ist in Materialwirtschaft und Verpflegung aufgeteilt.
Anh. FeldkochherdFachgruppen Das Kernstück. Ein Fachgruppenzeichen nennt die Fähigkeit, nicht nur die Herkunft.
Ortung (O)
Räumen (R)
Wassergefahren (W)
Wasserschaden/Pumpen
Elektroversorgung (E)
Infrastruktur (I)
Notversorgung (N)
Brückenbau (BrB)
Sprengen (Sp)
Trinkwasser (TW)
Ölschaden (Öl)Fahrzeuge der Bergung Der GKW ist das Arbeitspferd, der MzKW der leichtere Bruder.
GKW I
GKW II
MzKW
MLW I
MLW IV
KraftomnibusTransport, Hebe- und Räumtechnik Wechsellader und Kran entscheiden über die Machbarkeit vor Ort.
Wechsellader
Kran
Kipper
LKW Ladekran
LKW Ladebordwand
Stapler
Anh. Lichtmast
WerkstattfahrzeugAnhänger und Abrollbehälter Ohne Räder, dafür mit Deichsel oder Haken. Abgesetzt gehören sie einzeln auf die Karte.
Anh. Netzersatz
Anh. NEA Lichtmast
Anh. Tieflader
Anh. Werkstatt
Anh. Trinkwasser
Anh. Feldkochherd
AB Wasser/Pumpen
AB Öl
AB TrinkwasserWasserfahrzeuge Gehören zur Fachgruppe Wassergefahren, nicht zu Wasserschaden und Pumpen.
Schlauchboot
Mehrzweckponton
Arbeitsplattform
Ölabwehr
Anh. Mehrzweckboot
TaucherfahrzeugMerksätze Die Verwechslungen, die im Einsatz teuer werden
Warum gerade diese Zeichen?
Der Katalog führt allein für das THW 149 Zeichen. Die alle zu kennen ist weder nötig noch realistisch. Auf einer Lagekarte taucht eine deutlich kleinere Auswahl auf, und genau die steht auf diesem Blatt.
Die Auswahl folgt drei Überlegungen. Erstens, was gehört zu jedem Technischen Zug? Das sind Zugtrupp, Bergungsgruppen und die Fachgruppen. Zweitens, wo entstehen die teuren Verwechslungen? Wassergefahren gegen Wasserschaden und Pumpen, Führung gegen Kommunikation, Anhänger gegen Abrollbehälter. Drittens, was entscheidet über die Machbarkeit vor Ort? Das sind Kran, Wechsellader und die schweren Transportfahrzeuge.
Warum das THW ein eigenes Blatt braucht
Das THW gliedert sich anders als die Feuerwehr, und das schlägt bis in die Zeichen durch. Bei der Feuerwehr sagt das Zeichen meist, welche Fachaufgabe eine Einheit erfüllt. Beim THW sagt es, welche Fähigkeit ein Ortsverband tatsächlich vorhält.
Der Unterschied ist für die Einsatzleitung erheblich. Wer weiß, dass am Einsatzort eine Fachgruppe Räumen steht, weiß damit auch, dass schweres Räumgerät verfügbar ist. Eine Fachgruppe Wasserschaden und Pumpen bringt Pumpenleistung mit, eine Fachgruppe Wassergefahren dagegen Boote und Strömungsrettung. Beides sind Wasserthemen, im Einsatz aber völlig verschiedene Fähigkeiten. Genau deshalb steht auf der Karte ein Fachgruppenzeichen und nicht einfach ein blaues Rechteck.
Ein zweiter Punkt betrifft die Ortung. Die Fachgruppe Ortung sucht verschüttete Personen, mit technischen Mitteln und mit Rettungshunden. Ihr Zeichen trägt trotzdem keinen Hund, sondern nur ein O. Das ist kein Versehen. Ein taktisches Zeichen benennt die Aufgabe und nicht das Mittel, mit dem sie erfüllt wird. Mehr dazu steht im Beitrag Rettungshunde als taktische Zeichen.
Wie man den Spickzettel benutzt
Für die Ausbildung eignet er sich als Handout im Grundlehrgang und in der Bereichsausbildung. Wer ihn zu Beginn austeilt, spart das Abschreiben von der Tafel, und die Teilnehmer haben etwas, das sie mitnehmen können.
Für die Fahrzeugmappe empfiehlt sich der Ausdruck auf festerem Papier oder laminiert. Eingeschweißt hält er auch Regen und schmutzige Handschuhe aus, was bei einem Blatt Papier im Einsatz schnell zum Thema wird.
Für den Zugtrupp ist vor allem die Seite mit den Fachgruppen nützlich, weil bei überörtlichen Einsätzen Einheiten aus fremden Ortsverbänden dazukommen, deren Fähigkeiten man nicht auswendig kennt.
Für das Selbststudium funktioniert er gut zusammen mit dem Trainer. Erst ein paar Runden im Blitz-Quiz, dann auf dem Blatt nachsehen, was nicht saß. Diese Kombination aus Abfragen und Nachschlagen prägt sich deutlich besser ein als reines Durchlesen.
Was bewusst nicht drauf ist
Das Blatt verzichtet auf Vollständigkeit. Es fehlen die Typvarianten der Fachgruppen, also etwa Ortung Typ A und Typ B oder Räumen Typ A und B, ebenso ein Teil der Spezialanhänger und der Auslandseinsatz. Wer die braucht, findet sie in der Zeichenübersicht und im Nachschlagewerk, das eine Suche hat.
Ebenfalls nicht drauf stehen die Zeichen der anderen Organisationen. Für die Feuerwehr, den Rettungsdienst und die Gefahrenzeichen gibt es den allgemeinen Spickzettel. Beide Blätter zusammen decken den Alltag einer gemeinsamen Lage gut ab.
Die Systematik dahinter
Wer die Zeichen nicht nur erkennen, sondern verstehen will, kommt mit dem Blatt allein nicht weit. Taktische Zeichen sind aus wenigen Bausteinen aufgebaut, und wer diese Bausteine kennt, kann auch Zeichen lesen, die er noch nie gesehen hat.
Die Grundform sagt, um welche Art von Objekt es geht. Der Einbau nennt die Fachaufgabe. Die Kennzeichnung oberhalb gibt die Größe an. Farbe und Kurzbezeichnung nennen die Organisation. Beim THW ist die Farbe immer blau, die eigentliche Information steckt deshalb im Fachgruppenzeichen. Ausführlich steht das im Beitrag Aufbau und Grundformen.
Wenn du ganz am Anfang stehst, ist der Beitrag Die 25 Zeichen für den Anfang der bessere Einstieg. Er erklärt jedes Zeichen einzeln und nennt die Verwechslungen, die erfahrungsgemäß jeden erwischen.
Rechtliches und Aktualität
Die abgebildeten Zeichen wurden eigens für dieses Projekt gezeichnet und orientieren sich an den offiziellen Vorlagen. Für Lagekarten im Dienstgebrauch gilt immer die gültige Fassung der eigenen Organisation. Die Grundlage im deutschen Bevölkerungsschutz ist die DV 102, deren Stand und Grenzen der Beitrag DV 102: Geschichte, Rechtsgrundlage und Grenzen behandelt.
Der Spickzettel darf für Ausbildung und Dienstgebrauch ausgedruckt und weitergegeben werden. Die Bilddateien selbst dürfen nicht einzeln entnommen und weiterverwendet werden.